Schon als Kind habe ich fotografiert. Mit der Agfa
Clack, der Balgenkamera des Vaters und der mühsam
ersparten EXA IIb und weiteren Spiegelreflexkameras
sind Urlaubs- und Alltagsfotografien entstanden.
Kleinbild- und Mittelformatkameras beeinflussten
meine fotografische Arbeit. Die Fotografie war ein Teil
meines Studiums. Nach zwei
Jahrzehnten der Förderung bildender Künstler
erwachte der Wunsch, selbst fotografisch,
künstlerisch tätig zu werden. Mit der Hasselblad
XPan kaufte ich eine Kamera, die meinen Interessen
entsprach. „Wo man liegt, ist man Zuhause“ - so
phrasenlos lässt sich, etymologisch gesehen, die
Wurzel des Heimatbegriffs bestimmen. Die eigenen
Lebenserfahrungen geben jedoch sehr unterschiedliche
Antworten. Ich habe auf der Suche nach meinem
Heimatbegriff zunächst begonnen, das Milieu der
Region fotografisch zu erfassen. Nach kurzer Zeit
habe ich diese Beschränkung aufgegeben.
Mit dem Diaformat 24 x 65 mm der Hasselblad XPan
sind Panoramafotos entstanden. Unter den Aufnahmen
finden sich Landschaften des Vogelsberges, schöne
und weniger schöne Ansichten, Fotos von Tieren und
Menschen in der Provinz: im Vogelsberg, Basalt,
Basaltsteinbrüche, Wasser, aber auch aus anderen
Gebieten und Städten in Europa. Mit einer Digitalkamera sind Serien entstanden mit einem alten
NSU-Fahrrad zwischen Felsen, auf Blumenwiesen, in
Eis und Schnee, im Wasser. Ein großes Themenfeld
bearbeite ich parallel, wie Rost, Puppen, Wasser,
Spurensuche an historischen Gebäuden, in Gaststätten
und in einem Geschirrladen (Linker).
Begleitet und unterstützt werden meine Aktionen
durch den besonderen Kulturverein
Karuszel
Gebirgskulturen.
Bodo Runte |